Abschied von der „Alten Dame“
     Also ganz spurlos sind diese 60 Jahre seit unserer Matura nicht an uns vorübergegangen: sieben unserer damaligen Klassen-Kolleginnen und Kollegen leben nicht mehr. Immerhin sind fünfzehn unserer Einladung gefolgt, einen Tag mit Schiff, Melk und Bahn mit uns in alter Frische zu verbringen. Auch aus Salzburg, Steyr, Windischgarsten kamen sie angereist. Einige gehen mit Stock oder Krücke, einige haben „neue“ Hüften, Knie aus Metall oder anderweitige „Wehwehchen“, einige hören mit oder ohne Hörgerät schon etwas schlecht. Wichtig ist, dass der Humor nicht verloren gegangen ist, und so verbrachten wir einen interessanten und fröhlichen Tag.      Zuerst ging es mit dem Schiff von Wurm + Köck von Linz nach Melk. (Foto 1) Leinen los um 9 Uhr. Gutes Mittagessen an Bord. Ankunft um 14.40 Uhr. Zu Fuß etwa eine halbe Stunde durch die Altstadt zum Stift hinauf. (Foto 2) Einige bevorzugten das Taxi.      Das heutige barocke Benediktinerstift wurde Mitte des 18. Jh. von Jakob Prandtauer erbaut, die Benediktiner sind jedoch schon seit 900 Jahren in Melk. Derzeit leben 30 Mönche in der Abtei, insgesamt gibt es 300 Beschäftigte, von denen die wenigsten im Stift wohnen. Ein öffentliches Gymnasium mit 600 Schülerinnen und Schülern ohne Internat.      Oben angekommen, besuchten einige den schönen Park, u. a. mit sprechenden Steinen, die Mehrheit bevorzugte  eine Stärkung im Café-Restaurant. Einige probierten eine Colomani-Torte, die nach dem Schutzpatron von Melk benannt ist.      Eine sehr gute Führung durch eine charmante, gut beschlagene Historikerin: Normalerweise dauern diese Führungen durch Stift und Ausstellung eine Stunde. Durch unser reges Interesse, viele Fragen und geduldige Antworten waren wir fast eineinhalb Stunden mit unserer Führerin Angela unterwegs. (Foto 3)        Nach der Führung ging es zu Fuß zum Bahnhof, ein etwa zwanzigminütiger Spaziergang, wo wir durchaus frühzeitig ankamen. Durch die Tücken des Fahrschein-Automaten lief unser Zug schon ein, bis der Letzte seine Fahrkarte in der Hand hatte. Umsteigen in Amstetten: kein Lift, keine Rolltreppe. Der EC nach Linz stand schon abfahrbereit, bis der Langsamste einsteigen konnte.      Einige der Auswärtigen und einige müde Linzer verließen uns jetzt, der harte Kern kehrte noch im „Stellwerk“ am Bahnhof ein und ließ so den Tag ausklingen.      Es war ein schöner Tag, auch Petrus hatte ein Einsehen und ließ den ganzen Tag die Sonne scheinen. Am nächsten Tag gab es Gewitterregen! Dank an dieser Stelle unseren Kollegen Johanna Wind und Peter Modl für die gute Organisation.                               Albert Traska
Auf der Terrasse des Stifts während der Führung
Durch die Altstadt von Melk zum Stift
60-jähriges Maturajubiläum der IV b 1956
Abschied von der „Alten Dame“
Durch die Altstadt von Melk zum Stift
Auf der Terrasse des Stifts während der Führung