Unser Verbandsmitglied Fritz Goluch (HAK 58) führte am 31. August bei hochsommerlichen Temperaturen 24 hitzebeständige Teilnehmer durchs Linzer Stadtzentrum. Wir begannen im Alten Rathaus vor der Gedenktafel für Johann Adam Pruner, geboren 1672 in Linz als Sohn einer Linzer Kaufmannsfamilie, gestorben 1734 in Linz. Johann Adam Pruner brachte es als Handelsmann zu beachtlichem Vermögen. Außerdem war er Stadtrichter und 14 Jahre Bürgermeister von Linz. Am 2. Februar 1730 machte er sein Testament, in dem er ansehnliche Beträge aus seinem Vermögen für Stiftungen zur Verfügung stellte. 1738 wurde das aus diesem Vermögen in Linz gemeinsam mit einer Kirche errichtete >Prunerstift< eingeweiht. Johann Adam Pruner soll seine Stiftung für 27 Waisenkinder, 27 arme ledige Frauen und 27 arme ledige Männer bestimmt haben, aus Dankbarkeit dafür, dass er an einem 27. Tag eines Monats die Meldung erhalten hatte, dass eine seiner Schiffsladungen, die er bereits als Verlust abgeschrieben hatte, gerettet war (aus Wikipedia).  Über den auf dem Boden ausgebreiteten Stadtplan gehend, verließen wir das Rathaus durch den Hinterausgang, durchquerten das Garstner Stiftshaus – errichtet 1715 unter Baumeister Johann Michael Prunner, dem Bruder des Johann Adam Pruner und gelangten von der Rathausgasse in die Neutorgasse. Rechts auf die Pfarrkirche, links auf das Generali Gebäude blickend, das auf dem Areal des ehemaligen Hotels Erzherzog Karl errichtet wurde. Das mächtige Zollamtsgebäude war nicht nur Arbeitsstätte für einige Kollegen aus unserer Handelsakademie; auch Alois Hitler war ein paar Jahre hier tätig gewesen. Von großer Höhe auf dem Postgebäudedach blickt neuerdings die NIKE Skulptur auf das Publikum herab. Ob es ihr endgültiger Standort bleibt? Wir spazierten weiter Richtung Eisenbahngasse. In ihr verkehrte tatsächlich die Pferdeeisenbahn von Budweis ab 1832 bis Urfahr und ab 1836 über die Brücke kommend, in Richtung Gmunden. Die Eisenbahngasse säumte einst das Gebäude der Linzer Musikschule, die Ausgangspunkt für die spätere Kunsthochschule wurde. Wir passierten den Heurigen Schindler und die Villa Ostende, gelangten in die Prunerstraße. Unser Stadtführer, mit Schlüsseln ausgestattet öffnete uns den Zugang in die Prunerstiftskirche. Deren Fresken am Hochaltar und an der Decke – von Martino Altomonte – sind  teilweise als Scheinarchitektur ausgeführt. Die Orgel stammt ursprünglich von Wald am Schoberpass. Das Stift war unter Josef II. säkularisiert worden und diente dann als Heilanstalt. Heute ist die Kirche Pfarrkirche der Altkatholischen Gemeinde von Linz. Im Vorbeigehen erinnert ein Gebäude an die ehemalige Fasszieher Companie. Der Durchblick von unten am Lentosgebäude bildet eine Postkartenansicht von Urfahr mit dem begrünten Neuen Rathaus am linken Bildrand.  Über die Fußgängerbrücke und durch das Brückenkopfgebäude gehend, gelangten wir auf den Hauptplatz, einen der größten Stadtplätze weit und breit und – seltsamer Weise ohne Kirchengebäude vollendet. Am Hauptplatz war einst Ludwig van Beethoven zu Gast bei seinem Bruder Johann Beethoven und Tischgast beim Domkapellmeister Franz Xaver Glöggl. Diesem widmete er aus Dankbarkeit drei Musikstücke unter dem Opus 30. Wir gingen die Hofgasse bis zum modernen Lichtbrunnen am Hofberg und blickten auf das Haus, in dem einst Mozart zu Gast war, dem wir die Linzer Symphonie verdanken.  Mit gebührendem Dank für die umsichtige Führung und die vielen neuen Eindrücke verabschiedeten wir uns und übersiedelten in Gruppen in die Wein- und Kunstwelt in der Altstadt. Helmut Machherndl
Zehnter Linzer Stadtrundgang mit Fritz Goluch
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